„Da muss ein Irrtum vorliegen“ – Zwei Tage, vier Sterne // Ao Nang, Thailand

Abschalten

Elf Tage Strandurlaub auf Koh Lanta – und dann? Unsere Zeit in Thailand neigt sich dem Ende. Zwei Tage noch. Wie wir diese verbringen? Das weiß nur einer der Beteiligten.


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// 02. – 04.05.2017 |Ao Nang, Krabi

„Also wohin gehen wir denn jetzt eigentlich?“, „Ist unser Hotel direkt in Krabi? Oder in der Nähe?“, „Wie lange müssen wir fahren?“ und „Mit Strand ist jetzt erst mal Schluss… oder?“ -Stefan wird gelöchert. Tja, das hat er jetzt von dieser Geburtstagsüberraschungssache.

Ich kann das nicht, soviel Aufregung halte ich nicht aus. Ich! Will! Hinweise! „Soll ich dir echt sagen, wohin wir gehen? Ist dann halt keine Überraschung mehr“ – halt, halt, halt! Will ich Hinweise? – „OHGOTTNEINAUFGARKEINENFALL!“. Oder doch? Vielleicht wenigstens ein Tipp? Oder verderbe ich mir damit womöglich noch selbst die Freude? Gedanklich führe ich eine Art Pro/Kontra-Liste. Ist nicht immer leicht mit mir – finde ich auch.

Zu Überraschungen habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Erstmal. Aber das WISSEN darüber, dass gleich eine kommt, dass da was geplant ist und man selbst so im Dunkeln steht – Es macht mich verrückt. Geht natürlich kaum anders bei gemeinsamer Reise(planung) und 24/7-Zusammensein. Ich bin einfach schrecklich neugierig und echt schlecht darin, etwas zu wissen ohne es wirklich zu wissen. Dann werde ich zum zappligen, fingernägelkauenden Nervenbündel und halte mich selbst kaum aus. Halbüberraschungen sind fies. Aber: ich stehe das jetzt durch.  – – – „Nein, bitte sag jetzt einfach gar nichts mehr, Überraschung ist besser“ entscheide ich, diesmal endgültig, bevor ich mich zwinge an etwas anderes zu denke.

Bevor ich weiterrätseln kann, natürlich nur für mich, im Stillen, rollt auch schon der Minibus überraschend pünktlich auf den Hof des Hotels. Also los. Brav, wenn auch erst mal zögerlich, lasse ich meinen Rucksack in das Fahrzeug verfrachten. Man lässt mir nicht mal eine Chance dies selbst zu tun. So schwach bin ich nicht, denke ich, und überhaupt: ich hab morgen Geburtstag, ein Jahr mehr auf dem Buckel – seht ihr nicht meine Muskeln wachsen? Na gut. Wenigstens wissen, wohin mein Gepäck so lieblos geknallt wird, will ich, bevor ich selbst hinterherklettere um mir einen Fensterplatz zu suchen. Den besten natürlich.

Wir fahren den Weg zurück, den wir gekommen sind: Zurück auf das Festland, nach Krabi. Zumindest in den Großraum, das immerhin weiß ich, denn von Krabi, der gleichnamigen Hauptstadt der Provinz werden wir zwei Tage später abfliegen. Dass wir dann in der Region bleiben war bereits länger so vereinbart.

Ein paar Stunden später, den Begrüßungsdrink haben wir längst hinuntergekippt, bringt uns einer der Angestellten des Viersternehotels zu unserem Zimmer. Unterwegs nach oben erblicke ich ihn: den Pool. „Wow“, denke ich, und spätestens als wir am Zimmer ankommen dann: „Halt. Das muss ein Irrtum sein.“ Schon als unser Begleiter die große blaue Holztür mit leichtem Knarzen aufzieht, entdecke ich die Treppe, die innerhalb des großen Raumes nach oben führt. Dass sich da oben auch noch eine Terrasse mit Badewanne mit Bergblick verbirgt, ahne ich da noch nicht. Brauche ich auch nicht, sicher bin ich auch so: Irgendjemandem muss ein Fehler unterlaufen sein. Wir sind stets darauf bedacht günstig zu reisen und das hier ist beeindruckender als jedes einzelne der Hotels jedes einzelnen meiner jemals erlebten Jahresurlaub. Also nein, da stimmt was nicht. Ich will was sagen, Stefan winkt ab. Das stimmt schon so, sagt er, dann beginne ich, zu verstehen. Jetzt schon? Die Geburtstagsüberraschung. Ich bin mittendrin. Dabei müssen wir doch eigentlich erst noch reinfeiern – Wo? In der Badewanne natürlich.

Ich will nie wieder anders feiern.

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Sophie

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