Welcome to Mal(l)aysia – ein eher unfreiwilliges (Zwei-)Tagesprogramm // Kuala Lumpur, Malaysia

Auf Achse, Aus Gründen der Vollständigkeit

People call it Mall-aysia – you know?“, kurz muss unser Gastgeber Ronan, der erst seit wenigen Jahren hier lebt, selbst lachen – vielleicht über die Wortschöpfung, vielleicht über die Eigenheit der Einheimischen, an allen Ecken Einkaufszentren hochzuziehen – dann spricht er weiter. Er versucht uns den Weg zu seiner liebsten Elekronikmall zu erklären, wir versuchen zuzuhören. Dort gäbe es die besten Preise,  sagt er. 

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// 04. – 05.05.2017 | Kuala Lumpur, Malaysia

Sicher könnten wir uns angenehmeres vorstellen als die erste Zeit in Kuala Lumpur in stickigen, überfüllten Einkaufszentren zu verbringen. Vierzig Stück nennt die Auflistung der Malls in Malaysia übrigens alleine für die Hauptstadt selbst. Viele von ihnen werden sogar in Listen diverser Tourismusonlineauftritte unter den „Top-Sehenswürdigkeiten“ aufgeführt, oft sogar auf den vorderen Rängen. Freiwillig dahin? Echt nicht. Eigentlich hätten wir vermutlich darüber hinweg gelesen, ganz bestimmt sogar, und das Gespräch mit unserem Gastgeber hätte es so niemals gegeben, aber nachdem wir erfahren mussten, dass Stefans „wasserdichtes“ Smartphone doch nicht ganz so wasserdicht ist und die Kamera, die seit Wochen immer mal wieder (möglicherweise ebenfalls aufgrund eines Wasserschadens) streikt, unter anderem mittlerweile nicht mal mehr in der Lage ist, zu fokussieren, ist die Sache relativ alternativlos.  

Dann lassen wir ihn uns eben beschreiben, den Weg zur besten Mall.

Wir sind unendlich müde von der Anreise, dem Stress, dem wir am so schlecht organisierten Flughafen in Krabi (Thailand) ausgeliefert waren, ausgehungert und überfordert von der neuen Umgebung. Romans Worten zu folgen ist mir fast nicht möglich. Ich starre mit immer kleiner werdenden Augen auf die vielen glänzenden Silberringe, die seine Ohrläppchen nach unten ziehen, denke nur „die sehen aber schwer aus“ und lasse die beiden den Rest dann alleine besprechen.

Nach zwei Tagen Mall-Marathon, einem neuen Handy in Stefans Hand und einer ungeplanten neuen Kamera in meiner, haben wir dann auch endlich Zeit, die Stadt kennenzulernen. Fühlt sich nicht gut an, so viel Geld auf einmal ausgegeben zu haben. Schuld daran ist vor allem die Kamera. Schnell mussten wir uns damit abfinden, dass das mit der Reparatur nichts wird und haben nach einer ausgiebigen Trauerphase (und für einen ziemlich guten Preis) schließlich das Nachfolgemodell bei uns einziehen lassen. Denn zufrieden waren wir schließlich immer.

Die ungeplanten Ausgaben hemmen mich, irgendwie, und lassen mich bei jeder Kleinigkeit gleich doppelt bis fünffach überlegen, ob sie nicht womöglich doch verzichtbar ist. Außerdem müssen wir uns an die Preise gewöhnen, daran, dass hier alles wieder ein wenig teurer ist als in Thailand. Bald legt sich das – spätestens zwei Tage später sind wir geheilt. Und bereit Geld für Touristenkram auszugeben, der uns eigentlich viel zu teuer ist. Eigentlich.

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Sophie

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