8 (erste) Eindrücke – Ein Gastbeitrag // Thailand

Allgemein

Nach etwas mehr als neun Monaten halten wir uns erstmals wieder in den Armen. Zehn Tage verbringen wir zu fünft in Thailand, Julia ist ein Teil der ungewöhnlich großen Reisegruppe. Genau wie wir ist auch sie zum ersten Mal* im Land. Sie saugt die Eindrücke auf, sammelt neue Erkenntnisse – und erzählt.

*) bewusst. Besuche im Babyalter zählen nicht, Familie W.


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GA S T B E I T R A G | JULIA W.

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FREUNDSCHAFT IST WIE FAHRRADFAHREN

Freundschaften und Mädchenabende funktionieren zu jeder Jahreszeit, in jedem Ambiente, auf jedem Teil der Erde und egal wie lange man sich nicht gesehen hat (in diesem Fall ganze neun Monate).

Vertrautheit unter Freundinnen ist wie Fahrrad fahren – bleibt immer und verlernt man nicht. Herrlich.

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BÄRCHENWURST IST HARMLOS

Die thailändische Bevölkerung hat einen dezenten Hang zum Kitsch und zu prominenten Kinderhelden. Am besten lässt sich das im regionalen Supermarkt beobachten. Dort findet man Gesichtspuder in Pokébällen, Gesichtsmasken von Disneys Eiskönigin und Kämme mit den Visagen von Winnie Pooh, Pluto und Minnie Mouse. Batterien werden direkt von Pikachu himself beworben. Bei Lebensmitteln nimmt das so perfide Züge an, dass einem von jeder Sojamilch, Käse und Fischprodukten Comicfiguren anschauen.

Und ich fand die Bärchenwurst in deutschen Kühlregalen schon pervers.

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DIE KOSMETIKA VERMITTELN ABSURDE SCHÖNHEITSIDEALE – UND ZWAR SCHLIMMER ALS ERWARTET

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Richtig widerlich und politisch verwerflich wird es aber bei der Sonnencreme, genauer „Whitening Cream“. Hier versprechen meist bekannte europäische Firmen wie Nivea und Vichy nicht nur die natürliche braune Haut der thailändischen Frauen vor Sonnenbrand oder einer natürlichen Sommerbräune zu schützen, sondern die Haut sogar aufzuhellen, um dem westlichen idealen Bild näher zu kommen.

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DIE SACHE MIT DEM KÖNIG

Der (verstorbene) König Bhumibol ist in Thailand noch ein wenig stärker vertreten als man das aus vielen anderen Monarchien kennt. Er steht nicht nur gerahmt in jedem Hotelzimmer, schaut einem von jedem Geldschein und Taler an, sondern sein Konterfei ziert auch eindrücklich die Landschaften, Lokale und Supermärkte.

(Anmerkung: Das ist okay, er darf das, denn geleistet hat er viel und die Menschen lieben ihn dafür. Hat man – so wie wir – ein bisschen was über seine Person gelesen, kann man gar nicht (mehr) genervt sein von dem immergleichen Gesicht, dass einen unentwegt anstarrt. Und: noch befinden wir uns im Trauerjahr, wenn das im Oktober zu Ende geht, sieht die Sache sicher anders aus. Sein Sohn, der Thronfolger, ist übrigens vor allem bei der BILD-Redaktion beliebt.

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THAILANDS STRASSENVERKEHR IST… ANDERS

Doggos everywhere! Auf Koh Chang findet man überall Hunde. Meistens liegen sie nur friedlich vor Supermärkten, am Straßenrand oder gehen am Strand spazieren. Auffallend viele Hunde humpeln jedoch, oder es fehlen gleich mehrere Beine. Das muss an Thailands krassem Verkehr liegen; die Menschen fahren ohne Helm (auf dem Roller), mit 10 Menschen auf dem offenen Lader und allgemein einfach wie die Bekloppten. Da hat der „Global Status Report on Road Safety 2016“ der WHO kaum schockiert: Thailand ist nach Libyen das Land mit den meisten Todespfern im Straßenverkehr. 36 Verkehrstote auf 100.000 Einwohner jährlich. Und diese Statistik zeigt sich auch im Alltag dank humpelnder Hunde vorm Supermarkt.

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KLISCHEES BEDIENEN: KANN ICH

Mein Plan, nicht auf den ersten Blick als Tourist geoutet zu werden, ist mal wieder mächtig schief gegengen; die helle Haut ist dauerhaft einen ticken zu rot, nah am Sonnenbrand und von sommerlicher Bräune weit entfernt. Die Outfits sind selbst für Urlaubszwecke ein bisschen zu leger und auch mein geiles, rosanes, abgefucktes, ironisch gemeintes Fischerhütchen ist für Laien nicht auf den ersten Blick als dieses zu erkennen. Selbstverständlich habe ich weisse Tennissocken dabei, welche ich im passenden Moment und auch bei 32°C und 80% Luftfeuchtigkeit noch tragen werden. Klischees wollen ja bedient werden.

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KRABBELTIERCHEN SIND OKAY

Kakerlaken findet man gar nicht mehr so eklig, wenn sie einem die Käfer aus dem Zimmer essen. Mittelgrosse Echsen findet man gar nicht mehr so eklig und angsteinflössend, wenn sie einem die Kakerlaken wegessen. Und beste Freunde werden Geckos, weil sie liebend gerne Stechmücken essen. Nature rules!

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JEDER TRIP HAT SEINEN EIGENEN SOUNDTRACK VERDIENT

Die Lieder des Urlaubs stehen in diesem Jahr unter dem Motto ‚Mitgrölen‘ (klappt ganz besonders herrlich in Mietwagen, klimatisierten Hotellobbies und als Tanzvorlage für Boomerang-GIFs):
SHAWN MENDES – TREAT YOU BETTER
ED SHEEREN – SHAPE OF YOU

Julia


09. – 19.04.2017 | Chon Buri, Koh Chang & Bangkok, Thailand

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