Roys Peak: „Da, wo immer alle diese Instagramfotos machen“// Wanaka, Neuseeland

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Als Marie ihr Smartphone zückt und in Windeseile den Hashtag eingibt, beginne ich zu verstehen: Ah, ein Berg also. Und so schleppen wir uns einen Tag später auf den 1581 m hohen Roys Peak.

 

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Endlich unterwegs! Knapp fünf Wochen lang machen wir zu viert – Marie, Stefan, Henni und ich – die Straßen Neuseelands unsicher (- die genaue Route findet ihr hier).

 – TEIL 8 –

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// 29.12.2016 | Wanaka, Neuseeland (Südinsel):

„Das ist da, wo immer alle diese Instagramfotos machen“, antwortet Marie auf mein verwirrtes „Roys-was?“. Die Erläuterung ändert rein gar nichts an meiner Ahnungslosigkeit. Erst als Marie ihr Smartphone zückt, in Windeseile den entsprechenden Hashtag in die Suchmaske der App eingibt und mir einige Beispielfotos präsentiert, fange ich so langsam an zu verstehen. Aaah, ein Berg also. „Ok, sieht gut aus“, finde ich.

Und so schleppen wir uns einen Tag später auf die Spitze des 1581 m hohen Roys Peak.

Henni lassen wir auf dem Parkplatz zurück, dieser liegt ziemlich genau auf gleicher Höhe des Sees (280 m), von hier aus sind es knapp 1300 Höhenmeter, die es für uns zurückzulegen gilt. Vier Stunden sollte man für die Wanderung bis zum Gipfel einplanen.

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Bereits unterwegs hat man einen fantastischen Blick über den Lake Wanaka, Wälder, Felder und den Mount-Aspiring-Nationalpark. Bäume, die einem Sicht versperren könnten, gibt es keine. Schatten somit allerdings auch nicht. Leider. Es ist ein sommerlicher Tag, vielleicht der bisher wärmste.

Unterwegs werden wir von zwei oberkörperfreien Joggern überholt; dass sie das nicht zum ersten Mal machen, sieht man ihnen an. Wir selbst sind zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich außer Atem.

Den Instagramfotohotspot erkenne ich sofort wieder. Bis hierhin hatten sich die Menschen auf dem Weg sehr gut verteilt, nun tummeln sie sich in Abgrundnähe. Wir wundern uns: Den Gipfel haben wir immer noch nicht erreicht, der Weg geht noch weiter. Kurz danach haben wir es dann tatsächlich geschafft. Erleichtert lassen wir uns auf dem Boden nieder und genießen für eine Weile stillschweigend den Ausblick. Jetzt, wo ich meinem Körper erlaube, ein wenig zur Ruhe zu kommen, spüre ich, wie die Müdigkeit einsetzt.

Schlagartig wird uns wieder bewusst, was wir gerade noch zu verdrängen versuchten: „Scheiße, wir müssen da ja auch wieder runter“. Bevor die Erschöpfung unsere Körper allzu schwer werden lässt, zwingen wir uns, wieder aufzustehen.

Erschöpft, aber wahnsinnig glücklich, lassen wir uns ein paar Stunden später in die Autositze fallen. Wir freuen uns auf den Whirlpool, der auf dem Campingplatz auf uns wartet. Vom warmen Becken aus können wir die Spitze des Roys Peak sehen – „Wow, da waren wir also heute“.

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Sophie


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