Eis, Eis, Baby! // Franz-Josef-Gletscher, Neuseeland

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Unter vierzig Minuten soll er dauern,  der wunderschöne Fußweg vom Parkplatz zur Aussichtsplattform. Wir brauchen länger, denn tatsächlich ist diesmal eher der Weg das Ziel.

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Endlich unterwegs! Knapp fünf Wochen lang machen wir zu viert – Marie, Stefan, Henni und ich – die Straßen Neuseelands unsicher (- die genaue Route findet ihr hier).

 – TEIL 7 –

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// 28.12.16 | Franz Josef, Neuseeland (Südinsel)

Eigentlich wurden der 10,25 Kilometer lange und knapp 35 Quadratkilometer große Franz-Josef-Gletscher und der benachbarte Fox-Gletscher, der recht ähnliche Ausmaße hat, von Leonard Harper nach dem damaligen englischen Königspaar Victoria und Albert benannt. 1852 war das. Weil Herr Harper allerdings leider verpasste, diese Tatsache offiziell bekanntzugeben, blieb es nicht lange dabei. Einige Jahre später wurden beide einfach nochmal neu benannt.

Dem deutschen Geologen Julius von Haast verdankt der von uns besuchte Gletscher seinen heutigen Namen. Diesen trägt er seit 1865. Franz Josef I. war von 1848 bis zu seinem Tod im Jahr 1916 Kaiser von Österreich.

Der Fox-Gletscher musste noch ein paar Jahre länger auf seine offizielle Taufe warten. Bis William Fox, ein ehemaliger Premierminister Neuseelands, ihm im Jahre 1872 einen Besuch abstattete.

Grund für die Entstehung beider Gletscher ist ihre besondere Lage: Hier an der Westküste des Landes treffen zwei Kontinentalplatten aufeinander. Sie haben ein sehr hohes Bergmassiv geformt, welches für enorme Niederschlagsmengen sorgt. Die warme und feuchte Luft, die von der Tasmansee hierher weht, kühlt an dem Massiv stark ab, es beginnt zu regnen. Im Vergleich zur Ostküste kommt es hier zu circa zehnmal mehr Niederschlag.

Auch wenn Franz-Josef bislang nicht allzu stark vom weltweiten Gletscherschwund betroffen ist – und damit ist er einer der wenigen – begann er bereits Ende des 19. Jahrhunderts zurückzugehen. Irgendwann in den Achtziger dann die Wende: Der Gletscher wuchs. Seit 1999 hat sich das Ganze wieder ins Gegenteil gekehrt, seitdem verliert er an Masse. Auch Marie, die vor ein paar Jahren schon einmal hier war, wundert sich. Sie hätte ihn viel größer in Erinnerung, sagt sie.

Es wird damit gerechnet, dass er bis zum Ende des Jahrhunderts weitere 5 km am Länge und somit etwa 38% seiner Gesamtmasse verliert.

Wir betrachten Franz-Josef aus einiger Entfernung: Weniger als vierzig Minuten dauert der superschöne Fußweg vom Parkplatz zur Aussichtsplattform. Wir brauchen länger, denn tatsächlich ist dieses mal eher der Weg das Ziel – Zumindest für mich.

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Sophie


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