Holterdipolter // Unterwegs: Peru – Bolivien

Auf Achse

Der Gang über die peruanisch-bolivianische Grenze liegt mittlerweile bereits zehn Tage zurück. Gang – im wahrsten Sinne des Wortes.

// 01.11. – 05.11.2016

Wir wechseln das Land zu Fuß, hinter der Grenze wartet ein Bus auf uns, ein anderer. Die Sitze sind sehr viel schmaler als in vorherigem Fahrzeug, welches uns von Puno bis hierher gebracht hat; die Straßen um einiges holpriger. Zum Glück liegt der Großteil der Strecke bereits hinter uns, wir sind fast da. In Copacabana, wo wir ein paar ruhige Tage verbringen werden. Dass Busfahrten in Bolivien kein Zuckerschlecken sind, merken wir schnell.

Von Copacabana aus geht es weiter nach La Paz. Auch wenn die Busfahrt nicht allzu lange dauert: Sie strengt uns an. Die Straßen sind zu großen Teilen nicht ausgebaut, es stottert und rumpelt und ruckelt und ich muss permanent meine Bauchmuskulatur anspannen um nicht wegzukippen. Zwei Stunden später, draußen ist es mittlerweile dunkel und die Temperaturen ordentlich gesunken, hält der Bus an. Wir müssen raus, mit dem Boot über den Titicacasee. Nach Überquerung des Gewässers wird uns der Busfahrer wieder einsammeln. Zu zwanzigst quetschen wir uns in das kleine Motorboot. Zu meiner Rechten wickeln sich zwei Mädchen in dicke Decken ein. Mir ist nicht kalt, ganz und gar nicht – es ist so eng, dass ich von allen Seiten gewärmt werde. Kaum zurück im Bus, legt unsere Busbegleiterin eine DVD ein. Volle Lautstärke. Was das Unterhaltungsprogramm angeht, hat sich seit unseren Fahrten in Peru nichts geändert. Der Bus ruckelt durch das ärmliche El Alto, ehemaliger Stadtteil von La Paz, mittlerweile eigenständige Stadt. Die Straßen hier sind noch improvisierter als zuvor, Beleuchtung gibt es kaum. Trotz Finsternis bemerke ich schnell die große Anzahl an Straßenhunden. Ich mache mir einen Spaß daraus, schließe mit mir selbst Wetten ab, wie viele ich im Vorbeirauschen beim Blick aus meinem Fenster entdecke. Dreiundfünfzig innerhalb zehn Minuten. Die Spielerei strengt mich an, meine Augen brennen. Bestimmt wäre die Zahl noch sehr viel höher, wäre es nicht so tiefschwarz draußen.

Gegen dreiundzwanzig Uhr kommen wir in unserem Hostel in La Paz an und freuen uns. Zuerst auf unser Bett, und nicht zuletzt auch auf die kommenden Tage. Wie haben so einiges vor.

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Sophie

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